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01.08.2010 Mail Redaktion
Bericht eines Ironman 2010

Bericht - Austrian Ironman Klagenfurt, vom 4.7.2010

Am 4. Juli startete Michael Fritsch beim Kärnten Ironman Austria in Klagenfurt.

Hier sein Bericht über seine Erlebnisse bei diesem sportlichen Highlight:

 

Vorbereitung: seit ca. 10 Monaten

Eckdaten der Vorbereitung: 110km Schwimmen, 3100km Radfahren, 1300km Laufen, eine Frau mit viel Verständnis und Sportbegeisterung.

Start um 07: 00 Uhr in den Wörthersee auf die 3,8km lange Schwimmstrecke, wobei die ersten 500m das Feeling vom Inneren einer Waschmaschine im Schleudergang vermittelten- muss man einfach erlebt haben. Danach galt es den eigenen Rhythmus zu finden, lange Züge und Tempo zu machen.

Nach 3km ging es wieder richtig zur Sache. Die "Zusammenführung" von einem ca. 200-300m breiten Feld von ca. 2500 Teilnehmern, die alle gleichzeitig in den 15m breiten Lendkanal wollten, garantierte wieder für "Kuschelfeeling" beim Schwimmen (Ellbogen, Tritte, Ziehen an den Füßen...). Aber einmal im Lendkanal angekommen, ging auf den letzten 800m vor tausendenZuschauern die Post ab.

Nach etwas über einer Stunde erfolgte der Schwimmausstieg, rein in die Wechselzone, rauf aufs Bike auf die 180km Radstrecke. Herrliche Landschaft entlang des Wörthersees, weiter zum Faakersee, gespickt mit insgesamt 4 nennenswerten knackigen Anstiegen (Summe ca. 1.700 Höhenmeter), dem letzten bei ca. km155 (da kommt wirklich Freude auf, wenn man den berühmt berüchtigten Rupertiberg das zweite Mal hinter sich gebracht hat). Von da an ging es weitestgehend bergab bis Klagenfurt, ausgenommen ein paar kleinere Hügel- dies allerdings bei einem plötzlichen Wolkenbruch.

Nach ca. 6,5 Stunden (also gegen 13.30 Uhr) und nunmehr über 30 Grad ging es mit "lockeren Beinen" auf die Marathonstrecke von 42,2km. Hier sah man bereits die ersten Opfer des Tages neben der Laufstrecke sitzend, liegend, jedenfalls nicht mehr laufend. Die persönliche Gefühlslage bei Kilometer 30 wird an dieser Stelle auch weggelassen...

In solchen Situationen hilft jedenfalls das mentale Training, welches man bereits in der Vorbereitung unzählige Male angewendet hat und das Denken in Meilensteinen.

Und irgendwann ist es so weit:

Der Einlauf in den Zielkanal, währenddem man einfach nur noch Freude und keine Schmerzen mehr verspürt. Ein Erlebnis, das man jedem nur empfehlen kann.

Es ist für jeden Finisher ein unglaubliches Gefühl, eine solche Distanz bewältigt zu haben, nicht umsonst war der Ironman 2011 wieder nach 26min ausgebucht.

 

 

 


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